Tschechien weist 18 Mitarbeiter der russischen Botschaft aus

Osteuropa 18. Apr. 2021

Der tschechische Außenminister Jan Hamacek kündigte die Ausweisung von 18 russischen Diplomaten an, denen vorgeworfen wird, für die russischen Geheimdienste zu arbeiten. Gleichzeitig hat Prag beschlossen, zwei russische Geheimdienstoffiziere als gesucht zu erklären.

Dies wurde vom tschechischen Nachrichtenportal Novinky und der Website der tschechischen Polizei gemeldet.

So erhielten 18 russische Diplomaten 48 Stunden Zeit, um das Gebiet der Tschechischen Republik zu verlassen. Der Außenminister merkte an, dass er den russischen Botschafter bereits darüber informiert habe.

Gleichzeitig erklärte der tschechische Ministerpräsident Andrei Babiš, dass der russische Auslandsgeheimdienst im Oktober und Dezember 2014 in einem Lagerhaus in Vrbetice an groß angelegten Munitionsexplosionen beteiligt sein könnte. Bei der Explosion starben zwei Menschen.

Außerdem sucht die tschechische Polizei zwei Agenten des Auslandsgeheimdienstes Russlands. Die beiden Personen, benutzten Pässe mit den Namen Ruslan Bashirov und Alexander Petrov.

Die Sondereinheit der tschechischen Polizei für den Kampf gegen die Organisierte Kriminalität veröffentlichte dazu zwei Fahndungsfotos. Sie stimmen mit denjenigen von zwei Tatverdächtigen überein, die im Zusammenhang mit dem Nervengift-Anschlag auf den früheren Doppelspion Sergej Skripal in Großbritannien gesucht werden.

Die mutmaßlichen russischen Spione sollen demnach Mitte Oktober 2014 für sechs Tage in Tschechien gewesen sein und dabei auch die Region besucht haben, in der sich das fragliche Munitionslager befindet.

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